Tarifergebnis TVL 2019: Ein Ergebnis mit Licht und viel Schatten!

Die lineare Erhöhung um 8 Prozent ist ein starkes Ergebnis. Durch die Laufzeit von 33 Monaten werfen die 8 Prozent einen zu langen Schatten.

Aus Sicht des BTB haben die Länder erneut eine Chance verpasst dem Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst der Länder entgegenzuwirken. Der Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft deutscher Länder, der Berliner Senator für Finanzen Kollatz (SPD), war nicht in der Lage den bundesweiten Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst angemessen bei den Verhandlungen zu berücksichtigen.

Sein Mantra „die schlechte Finanzlage des Landes Berlin“ kostet nun den Ländern die Wettbewerbsfähigkeit. Die Länder stehen für die nächsten 33 Monate vor dem Problem einer unattraktiven Bezahlungsstruktur bei der Gewinnung von Nachwuchskräften. Ingenieure, Naturwissenschaftler, Techniker und Meister werden weiterhin nicht dem Ruf des öffentlichen Dienstes folgen.

Gut ist, dass die TdL-Forderung nach Neubewertung des Arbeitsvorgangs vom Tisch ist. Diese Forderung hätte zu flächendeckenden deutlichen Verschlechterungen bei der Eingruppierung für die Beschäftigten geführt. Das hätte jede lineare Erhöhung aufgefressen.

 

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Anhebung der Tabellenentgelte in drei Schritten um 3,2 Prozent (1.1.2019), 3,2 Prozent (1.1.2020) und 1,4 Prozent (1.1.2021). Bis zum 1.1.2021 mindestens um insgesamt 240 Euro (Laufzeit 33 Monate)
  • Erhöhung der Ausbildungs- und Praktikantenentgelte in zwei Schritten um 50 Euro (1.1.2019) und 50 Euro (1.1.2020)
  • Erhöhung der Pflegetabelle um zusätzlich 120 Euro
  • Erhöhung der Angleichungszulage für Lehrkräfte um 75 auf 105 Euro (1.1.2019)